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Aktuell

Kampf gegen den häufigen Herztod in Rheinland-Pfalz

Optimale Behandlung durch kurze Wege

Pressebericht
Bundesweit leiden cirka 500.000 Menschen an einer Herzerkrankung. In Rheinland-Pfalz ist die Koronare Herzkrankheit eine der häufigsten Todesursachen. Alleine im Jahr 2005 starben 6991 Menschen in Rheinland-Pfalz an einem Herzinfarkt.

Um die medizinische Betreuung der Betroffenen zu optimieren, strebt die DAK flächendeckend den Abschluss von Versorgungsverträgen für Patientinnen und Patienten mit einer Koronaren Herzkrankheit an. Mit den Ärzten der Gesundheitsorganisation Ludwigshafen GO-LU eG hat die DAK daher einen weiteren Vertrag abgeschlossen.

Durch eine enge, verzahnte Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten in Ludwigshafen und Umgebung, soll die bedrohliche Erkrankung möglichst früh erkannt und optimal behandelt werden. Das gemeinsame Ziel ist es, eine koordinierte und zügige Abklärung von Verdachtssymptomen - wie etwa Brustschmerzen unklarer Ursache - sicher zu stellen.

Bei allen Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, soll ein erneuter Infarkt unbedingt vermieden werden, da ein so genannter Reinfarkt im schlimmsten Falle zum Tod führen kann.

Um einen qualitätsgesicherten und barrierefreien Behandlungsablauf auf allen medizinischen Ebenen zu garantieren, nutzen die Vertragspartner eine sichere, internetbasierte Datenbank. Sind die Patienten einverstanden, werden die jeweiligen Behandlungsdaten erfasst. Diese Daten können ausschließlich von den medizinischen Vertragspartnern abgerufen werden. Das spart kostbare Zeit und ermöglicht eine hervorragende Behandlung ohne Schnittstellen.

„Das Ergebnis ist eine sukzessive und eindeutige Steigerung der Behandlungsqualität mit der Konsequenz, dass die Sterblichkeitsrate der Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit reduziert werden kann. Dies führt zu einer Steigerung der Lebensqualität der betroffenen oder potenziell gefährdeten Personen“, erklärt Dr. Friedrich Frohnapfel von der Kardiologischen Praxisklinik in Ludwigshafen.

Die Untersuchung (z.B. Herzkatheder) wird ambulant durchgeführt. Erfolgt
eine Behandlung (z.B. Stentimplantation) können die Patienten in der Regel
die Praxis nach spätestens 24 Stunden wieder verlassen. Durch die zusätzliche Teilnahme am DMP – Programm erhalten DAK-Kundinnen und Kunden darüber hinaus einen finanziellen Bonus von 40 Euro. „Dieser Vertrag ist ein weiterer Beitrag zur Integrierten Versorgung in Rheinland-Pfalz“, so Horst Braner, Vertragsbereichsleiter der DAK Rheinland-Pfalz / Saarland.
GO-LU Gesundheitsorganisation Ludwigshafen eG, Telefon: 0621/5868 427,
Mail: buero@go-lu.de


Familiengenossenschaft der Metropolregion Rhein-Neckar

In einem bundesweit einzigartigen Modell haben sich am 15. September 2006 qualifizierte und zertifizierte Tagesmütter aus der Metropolregion Rhein-Neckar länderübergreifend in einer Familiengenossenschaft zusammengeschlossen.
Sechs Unternehmen haben als investierende Mitglieder ebenfalls die Gründungsurkunde unterzeichnet.

Jetzt können Unternehmen, Institutionen und Selbständige aus der Region Anteile an der Familiengenossenschaft erwerben und Ihren Mitarbeitern damit die Möglichkeit bieten, wohnortunabhängig flexible Kindertagespflege auf höchstem Niveau in Anspruch zu nehmen. Auch Privatpersonen können die flexiblen Kinderbetreuungsdienste nutzen.

Mit der Gründung der Familiengenossenschaft hat die Metropolregion Rhein-Neckar das Motto ihres Forums Vereinbarkeit von Beruf und Familie direkt umgesetzt: „MehrWert = Beruf + Familie“.

Sie möchten Mitglied der Familiengenossenschaft werden oder benötigen weitere Informationen? Auch Tagesmütter sind herzlich willkommen.

Die Kontaktadresse:

Familiengenossenschaft e. G.
Metropolregion Rhein-Neckar
N7, 5-6
68161 Mannheim
Telefon: 0621/12987- 41
Telefax: 0621/12987- 52
E-Mail: dorothea.frey@m-r-n.com


Gewalt macht krank!

„Gewalt macht krank“ ist eine Botschaft, die in Ludwigshafen weite Kreise zieht. Ausgesendet hat sie die Projektgruppe „Gewalt gegen Frauen“ des Rates für Kriminalitätsverhütung und die Gesundheitsorganisation Ludwigshafen eG (GO-LU). Ihr Kooperationsprojekt „Gewalt macht krank“ richtet sich an Professionelle in der Gesundheitsversorgung und zielt darauf ab, über die Problematik häuslicher Gewalt zu informieren und für die berufliche Praxis im Umgang mit Betroffenen zu qualifizieren. Auf diese Weise soll das Versorgungsangebot für Frauen, die in ihrer Partnerschaft Gewalt ausgesetzt sind, verbessert und das Vertrauen der Betroffenen in die Ärzteschaft und andere Berufsgruppen der Gesundheitsversorgung gestärkt werden.



Näheres unter der Rubrik "Wissenswertes"


Letzter Appell an alle parlamentarischen Mitglieder des Bundestages

Die Debatte um den Gesundheitsfonds und ein erzwungener Konsens ändern nichts an einer verfehlten Reformpolitik aus dem BMG!


Sicher ist es nicht unwichtig, ob 1 Milliarde oder 100 Millionen Euro als Verteilungssumme aus einzelnen Ländern abfließen, bezeichnenderweise kaum im voraus kalkulierbar! Aber weitaus gewichtiger ist die Rürup-Aussage bei Vorstellung seines vom BMG veranlassten Gutachtens, dass der Fonds insgesamt als finanzieller Kern der Gesundheitsreform kritikwürdig ist!

Über 14 Milliarden Euro werden bereits durch Risikostruktur-ausgleich umverteilt, Beiträge zur GKV sind gestiegen – und in Nichts wird die Versorgung kranker Patienten gebessert! Die Rationierung von medizinischen Leistungen wird verschärft, die Restriktionen gegenüber Krankenkassen und Ärzteschaft lassen keine andere logische Beurteilung zu! Begrenzte und defizitäre Honorarsituation in der ambulanten Versorgung wird fortge-schrieben, bei gleichzeitigem Versprechen einer hochwertigen Medizin für alle. Diese Reform kann die gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, für unser Gesundheitssystem wird es ein böses Erwachen geben: Betroffen sind weniger die Länder durch intransparente Finanzbewegungen, als die Bevölkerung und die Heilberufe. Gemeinsam werden wir unvermindert die politisch Handelnden zur Verantwortung ziehen. Der Weg zu einer staatsgesteuerten Einheitsversorgung mit rationierender Finanzierung ist letztlich der Kern des Gesetzes.

Dr. Klaus Bittmann, Vorsitzender des BVÄG: Geradezu fassungs-los registriere ich, wie Fraktions- und Koalitionszwang sach-kundigen Einwand und fachliche Argumente ausklammern. Es ist alles gesagt, kein Parlamentarier kann nach derart breiter öffentlicher Diskussion des Gesetzesvorhabens seine Hände in Unschuld waschen – dieses GKV-WSG aus dem Hause des BMG muss abgelehnt werden!


Bad Segeberg, den 10.01.2007


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