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Aktuell

GO-LU Adipositas - Sprechstunde

Angebot für übergewichtige Kinder in Ludwigshafen

Ludwigshafen(jdp). Übergewicht und seine Folgekrankheiten sind ein gesundheitliches Hauptproblem. Dies betrifft in zunehmendem Umfang auch Kinder.

In Deutschland ist schon jedes sechste Kind zu dick und fettsüchtig sind bereits sieben bis acht Prozent der Kinder. Für Ludwigshafen bedeutet dies, dass von den 14.186 Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren, die Ende 2006 in dieser Stadt lebten (Quelle Statistisches Landesamt RLP), über 1.000 fettsüchtig sind. Rechnet man den Rhein-Pfalz-Kreis hinzu, erhöht sich diese Zahl auf über 2.100! Erschreckend allein die Zahlen bei den Schuleingangs-untersuchungen 2006/2007: von den 4.134 Einschulkindern im Rhein-Pfalz-Kreis (Lu 1.613) litten 303 (Lu 101) an Übergewicht und bereits 235 (Lu 110) an Adipositas (Quelle Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis).

Neben der Gefahr von Spätfolgen im Erwachsenenalter sind bereits jetzt in zunehmendem Maße Fälle von sog. Typ 2-Diabetes (früher als "Altersdiabetes" bezeichnet) bei Kindern und Jugendlichen festzustellen. Da tickt eine Zeitbombe in ungeahntem Ausmaß.

Ursachen sind gesellschaftlich bedingte Änderungen im Essverhalten (Stichworte fast-food, Pizza, Döner; jedes 3. Kind isst auf dem Heimweg von der Schule eines dieser Produkte!) und mangelnde Bewegung (Stichwort: Computer statt Spielplatz).

Maßstab für die Beurteilung von Übergewicht ist der so genannte Body-Mass-Index (BMI). Dieser wird errechnet, indem die Körpergröße in Metern mit sich selbst multipliziert wird. Dann wird das Körpergewicht durch diesen Wert geteilt. Beispiel Körpergröße: 1, 50 m, Gewicht 70 Kilo ergibt einen BMI von 31,1. Die Beurteilung des BMI im Kindes- und Jugendalter erfolgt nach alters- und geschlechtsabhängigen Vergleichswerten.

Die Adipositas-Sprechstunde von GO-LU richtet sich an alle übergewichtigen Kinder und deren Eltern, um diesen und ihren Eltern auf zu zeigen, welche Risiken sich durch Übergewicht ergeben. Ziel ist es, bereits krankhaft übergewichtige (adipöse) Kinder durch geeignete Maßnahmen wieder in den Bereich des Normalgewichts zurück zu bringen, um so Spätfolgen zu verhindern.



Hierfür wurde beispielsweise ein Programm entwickelt, solchen Kindern zu helfen. Das modellhafte Projekt hat zum Ziel, stark übergewichtigen Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren ein gesünderes Gewicht zu ermöglichen. Sie sollen lernen, sich dauerhaft bewusst zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Engagierte Ernährungsberaterinnen, Sport- und Sozialpädagogen, Therapeuten und Ärzte von GO-LU arbeiten zu diesem Zweck eng zusammen.



Mit Spaß an Bewegung und know-how über gesunde Ernährung werden sich die im Programm Beteiligten neun Monate lang intensiv beschäftigen. So wird neben der regelmäßigen sportlichen Bewegung im Verein theoretisches und praktisches Wissen über Ernährung vermittelt. Es finden u.a. Kochkurse für Kinder und Eltern statt. Das Projekt ist in den Lebenswelten der Kinder angesiedelt, um Motivation und Akzeptanz bei den Kindern zu erreichen und bezieht diese mit ein. Ein wichtiges Ziel wäre erreicht, wenn die Kinder ihr Gewicht halten könnten und Interesse an der aktiven Teilnahme im Sportverein finden würden. Krankheiten, die Spätfolgen von Übergewicht mit sich bringen, können so verhindert werden.

Vorteil der ambulant durchgeführten Maßnahme ist, dass die Kinder in ihrem familiären Umfeld bleiben und die Eltern intensiv in das Projekt einbezogen werden. Viele Krankenkassen unterstützen die Familien durch Kostenübernahme.



GO-LU Adipositas – Sprechstunde:

Jeden zweiten Dienstag im Monat, erstmals am 11.09.2007
jeweils 15:00 bis 18:00 Uhr



Nähere Informationen bei
Gesundheitsorganisation Ludwigshafen eG (GO-LU)
Tel. 0621-6600300

oder bei Frau Ursula Eicher (Kinderärztin)
Tel. 0621- 6709632


Anlaufstelle für krebskranke Kinder und Jugendliche der Region bleibt das St. Annastiftskrankenhaus

Stellungnahme des St. Annastiftskrankenhauses

Krebskranke Kinder und Jugendliche dürfen in Zukunft nur noch in Krebszentren stationär behandelt werden. Das haben Gesundheitsexperten, Eltern, Ärztevertreter und Politiker im gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, um höchste Lebensqualität und Überleben der Kinder zu sichern. Dafür wurden Qualitätsrichtlinien erlassen, die neben einer hochwertigeren Geräteausstattung (nicht nur MRT und CT) vorschreiben, dass rund um die Uhr zwei kinderonkologisch ausgebildete Fachkrankenschwestern anwesend sein müssen. Außerdem müssten wir einen weiteren kinderonkologischen Facharzt (ab 2009 zwei) einstellen. Dies kann unser Krankenhaus und unsere kleine Kinderkrebsabteilung nicht leisten, in der im Durchschnitt in der Vergangenheit nur zwei Kinder stationär versorgt wurden. In der Region gibt es in Mannheim und Heidelberg zwei hervorragende Krebszentren, wo neben höchstem medizinischem Fortschritt auch die menschliche Betreuung im Vordergrund steht.
Wir geben die stationäre Versorgung nicht leichtsinnig auf
Neben den ambulanten Behandlungen wurden 15 an Krebs neuerkrankte Kinder und Jugendliche im Jahr im St. Annastiftskrankenhaus stationär aufgenommen und die Station war im Durchschnitt mit etwa zwei Kindern belegt. Die bindenden Qualitätsrichtlinien des G-BA zwangen uns zum Handeln, um unsere Kinderkrebsabteilung für Ludwigshafen und die Region zu sichern. Nach einer fast einjährigen Konzeptphase, bei der unter Hinzuziehung externer Berater verschiedenste Modelle geprüft wurden, haben wir uns entschlossen, für die stationäre Versorgung eine Kooperation einzugehen.
Kooperation sichert Ludwigshafener Kinderkrebsabteilung
Unsere Kinderkrebsabteilung bleibt zentrale Anlaufstelle für alle krebskranken Kinder und Jugendlichen aus Ludwigshafen und der Region. Hier erfolgen auch weiterhin Diagnose, Therapieplanung und ambulante Behandlungen. Sollte eine stationäre Behandlung notwendig sein, wird diese in der neun Kilometer entfernten Kinderonkologie des Universitätsklinikums Mannheim durchgeführt. Dabei können Betroffene durch die vertraute Chefärztin Dr. Barbara Selle und ihre Vertreterin vor Ort betreut werden. Dies sichert die ortsnahe Versorgung unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Was passiert mit den bereits aufgenommenen Kindern?
Ende März wurde gemeinsam mit Vertretern des Rheinland-Pfälzischen Gesundheitsministeriums und betroffenen Eltern beschlossen, den stationären Betrieb zum Wohl der bereits aufgenommenen Patienten nicht abrupt zu beenden, sondern bis Ende dieses Jahres aufrecht zu erhalten.

Die wichtigsten Fakten zu Ihrer Information
1. Zahlen und G-BA-Qualitätsrichtlinien
Im Mai 2006 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), die Modifizierung der Qualitätskriterien für die stationäre Versorgung von krebskranken Kindern und Jugendlichen. Die Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Immunologie des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses erfüllt die geforderten Kriterien nicht. Worum geht es genau?
Problem 1 - durch G-BA-Qualitätsrichtlinien notwendige Investitionen:
Die nachfolgenden Einrichtungen müssen jederzeit für die Versorgung dienstbereit sein:
1. Einrichtung zur Intensivbehandlung für pädiatrische Patienten, die ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes erreichbar ist (mit Möglichkeit zur maschinellen Beatmung und akuten Nierenersatzverfahren; sowie Blutaustausch oder Leukapherese). Diese sind nur teilweise vorhanden und müssten neuangeschafft, bzw. die Station umgebaut werden.
2. Dem technischen Fortschritt entsprechende bildgebende Diagnostik mit Möglichkeit zu Untersuchungen unter Narkose/Sedierung (erreichbar ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes). Diese sind bisher nur im St. Marienkrankenhaus vorhanden und nicht im drei Kilometer entfernten St. Annastiftskrankenhaus. Der Transport ist nicht mehr erlaubt.
Problem 2 – nach G-BA-Qualitätsrichtlinien geforderter Personalschlüssel:
1. Ärzte: Einem Zentrum müssen der fachlich leitende Arzt und mindestens ein (zwei ab 01.01.2009) weiterer vollzeitig tätiger Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin angehören, die über die Anerkennung für den Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ verfügen. Im Moment hat nur die Chefärztin die entsprechende Qualifikation. Bis 2009 müssten zwei weitere Fachärzte eingestellt werden. Dies ist für die kleine Abteilung nicht möglich und diese sind bei der jetzigen Arbeitsmarktlage auch nicht zu finden.
2. Pflegekräfte: In jeder Schicht ist im Zentrum die Besetzung von mindestens zwei (bis 31.12.2008 nachts auch einem) ausgebildeten Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern mit Zusatzausbildung zu gewährleisten. Dies bedeutet mindestens sechs Personalstellen für die kleine Station.
Problem 3 - Rücklaufende Belegungszahlen:
Im vergangenen Jahr war die Station mit durchschnittlich 2,4 Kindern belegt. Nach den neuen G-BA-Richtlinien dürfen nicht mehr alle diese Kinder stationär aufgenommen werden, da nach Meinung der Gesundheitsexperten durch den medizinischen Fortschritt ein großer Teil der Behandlungen ambulant geschehen kann.

2. Kooperationsvertrag mit Mannheim
Die Kinderkrebsabteilung im St. Annastiftskrankenhaus wird als zentrale Anlaufstelle für alle Patienten beibehalten. Sollte ein stationärer Aufenthalt notwendig werden, kann auf Wunsch die Betreuung in Mannheim durch unsere vertraute Chefärztin Dr. Barbara Selle erfolgen. Sie übernimmt auch Vor- und Nachbetreuung. Dies ermöglicht die ortsnahe Versorgung und den Erhalt der Kinderkrebsabteilung.

3. Forderungen der Elterninitiative
Wir setzen uns für die bestmögliche Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher der Region ein. Der Kooperationsvertrag erfüllt die Forderung der Elterninitiative, die wohnortnahe Versorgung sicherzustellen. Eine weitere Forderung war die Zusage, dass Frau Dr. Selle die Kinder weiter behandeln wird. In allen Gesprächen loben die Eltern sehr die Zuwendung und das Engagement, das sie von Seiten des Personals der Station erfahren. An dem vorgeschlagenen Runden Tisch nehmen wir selbstverständlich teil.

4. G-BA-Beschlüsse für Krankenhaus bindend

Die Elterninitiative ist derzeit bemüht, die Qualitätskriterien des G-BA zu ändern, um den stationären Betrieb der Abteilung über 2007 hinaus aufrecht zu erhalten. Das nehmen wir wahr - eine nachträgliche Änderung des G-BA-Beschlusses ist aber nicht Aufgabe des Krankenhauses.


Praxisübernahme / Niederlassung in "GO-LU-Land"

Sie tragen den Gedanken sich niederzulassen?

Lassen Sie es uns wissen!

Wir vermitteln gerne an Kollegen, die ihre Praxis oder Praxisanteile aufgeben wollen.
Rufen Sie uns an unter 0621 6600300 oder kontaktieren sie uns unter buero@go-lu.de.
Wir behandeln Ihr Interesse selbstverständlich streng vertraulich.



Jürgen Pflaum


"Kinder bewegen"

Nationaler Förderpreis der Hamburg-Mannheimer Stiftung

Auch im Jahr 2007 vergibt die Hamburg-Mannheimer-Stiftung „Jugend & Zukunft“ wieder einen Nationalen Förderpreis. Das neue Motto der Ausschreibung lautet „Kinder bewegen“. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Ursula von der Leyen, prämiert die Stiftung Projekte, die durch sportliche Aktivitäten zur sozialen, physischen und/oder psychischen Förderung von Kindern beitragen.

„Eine gesunde körperliche Entwicklung hat einen großen Einfluss darauf, welche sozialen und geistigen Fähigkeiten unsere Kinder später entfalten und ob sie zu selbstbewussten, zufriedenen und verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen. Die Verantwortung für einen gesunden Start ins Leben ist nicht nur Sache der Eltern. Deswegen habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für diesen Preis übernommen.", so Bundesministerin von der Leyen.

Die Stiftung „Jugend & Zukunft“ vergibt drei Hauptpreise in Höhe von 25.000, 20.000 und 15.000 Euro sowie acht Anerkennungspreise in einer Höhe von je 5.000 Euro. Bewerben können sich öffentliche oder gemeinnützige Träger - dazu zählen in erster Linie Vereine, Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Verbände und Kirchen, die Kinder bis zu 14 Jahren über das Thema Bewegung und/oder Ernährung gezielt fördern. In Frage kommen zum Beispiel Projekte, die mit einem regelmäßigen, gezielten Bewegungsangebot Kindern helfen, traumatische Erlebnisse besser zu verarbeiten oder Konzepte, die Kinder durch Bewegung und/oder spezielle Ernährung beim Abnehmen unterstützen, sowie Projekte, die durch Bewegungsangebote behinderte Kinder integrieren.

Bis zum 30. Juni 2007 müssen die Bewerbungsunterlagen, die unter der Internetadresse www.hamburg-mannheimer-stiftung.de herunter geladen werden können, vollständig ausgefüllt an die Hamburg-Mannheimer-Stiftung zurückgesandt werden. Eine Experten-Jury wird dann im Herbst dieses Jahres aus allen Bewerbungen die Preisträger des Nationalen Förderpreises auswählen. Die Prämierungsfeier findet Ende 2007 in Hamburg statt.


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