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"Hier werden Ärzte mit Respekt behandelt"

Leserbericht aus Neuseeland

Wer mit fast 50 Jahren einen kompletten Neuanfang in einem Land auf der anderen Seite der Erdkugel wagt, muss dafür einen guten Grund haben. Dr. Michael Koch hatte ihn: Er war Facharzt für Allgemeinmedizin in Bayern: "Meine ohne Not zunichte gemachte Lebensplanung, meine vernichteten Träume von einem ruhigen und gesicherten Lebensabend, all dies geopfert der 'Sozialen Gerechtigkeit', führten immer mehr in einen Teufelskreis von Aggression, Hoffnungslosig keit, Unsicherheit, zu einem Gefühl der völligen Hilflosigkeit und Leere", beschreibt er seine damalige Situation in der eigenen Praxis. Nun lebt und arbeitet der änd-Leser in Neuseeland.
Neuseeland, Erfahrungen eines Leistungserbringers.

Kia ora, Kolleginnen und Kollegen!

Zunächst ganz kurz ein kleiner Lebenslauf eines unqualifizierten deutschen Hausarztes:

Geboren 1956, Abitur 1975, Bundeswehr, Reserveoffizierlaufbahn 75 - 77, Studium der Betriebswirtschaftslehre 77 - 80, Studium der Medizin 81 bis Approbation 87, dank G esetzesänderung und Einführung AIP 6 Monate arbeitslos, Februar 88 endlich Stelle in England bekommen, dort mehrere Monate gearbeitet, schließlich doch Stelle in Deutschland, nach 3 Jahren Sklaverei und Unmengen von unbezahlten Überstunden in "freie" Praxis geflüchtet.

Von November 1990 - Dezember 2005 niedergelassen als Facharzt für Allgemeinmedizin. In dieser Zeit erworben: Zusatzbezeichnung Chirotherapie, Akupunktur, Notfallmedizin, Tätigkeit als Notarzt und Leitender Notarzt, Lehrer für Chirotherapie und Akupunktur an der SPCH in München, 18 Monate Weiterbildungsermächtigung Allgemeinmedizin, Weiterbildungsermächtigung Sonographie, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie (DGCO) seit Gründung der Gesellschaft, Mitglied Bayerische Ärztekammer und General Medical Council, London, UK, as provisional registered General Practitioner.

A lso wie gesagt, ein ganz normaler, dummer, unqualifizierter deutscher Leistungserbringer, der von tuten und blasen keine Ahnung hat.

Nun, wie kam es zu der Entscheidung, das Land zu verlassen. Dies war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre angebahnt hat, im Rückblick aber wohl unvermeidbar gewesen ist.

Zunächst als Einzelpraxis geführt, hatte sich unsere Scheinzahl innerhalb von 3 Jahren verdoppelt, so dass ich mich dazu entschließen musste, eine Partnerin aufzunehmen. Die ersten Jahre ging alles gut, unser Umsatz stieg weiter und erreichte schließlich ein Plateau, das es uns erlaubte, zu leben. Eigentlich hätte es so die nächsten Jahre und Jahrzehnte weitergehen können, wenn es denn nicht die ständigen Reformen, Änderungen, Verordnungen, Vorgaben, Vorschriften gegeben hätte, mit denen verschiedene Politiker versucht hatten, die so genannte "Kostenexplosion", die es nie gegeben hat, in den Griff zu bekommen. Nach dem Motto, mehr Verwaltung und Kontrolle führt zur Kosteneinsparung. Dass dies genau ins Gegenteil führt, da eine überbordende Verwaltungs- und Kontrollinstitution nur Kosten produziert, aber NIEMALS zu irgendwelchen Einsparungen, hat sich bis heute noch nicht in einschlägigen Kreisen herumgesprochen. Aber wo Ideologie vorherrscht, haben Argumente verloren.

Nachdem trotz massivster Sparanstrengungen und Entlassungen bei steigenden Patientenzahlen und steigenden Kosten der Umsatz zurückging, mussten andere Maßnahmen gefunden werden. Auf Kostenseite konnte nicht mehr gespart werden, dies war ausgereizt, IGeL auf dem Land ist nur eingeschränkt möglich, so blieb mir nur noch die Möglichkeit, am Wochenende nach England zu fliegen, um die Praxis am Leben zu erhalten.

Nach einigen Monaten weiter fallender Umsätze dank immer mehr Reformen, trotz immer noch steigender Patientenza hlen, in der Zwischenzeit mit einem weiteren Partner, wurde mir dann die Aussichtslosigkeit meines Lebens klar. Meine ohne Not zunichte gemachte Lebensplanung, meine vernichteten Träume von einem ruhigen und gesicherten Lebensabend, all dies geopfert der "Sozialen Gerechtigkeit", führten immer mehr in einen Teufelskreis von Aggression, Hoffnungslosigkeit, Unsicherheit, zu einem Gefühl der völligen Hilflosigkeit und Leere. Meine Versuche, Kollegen zu motivieren, etwas gegen die Unvernunft in der Gesundheitspolitik zu tun, verliefen im Nichts.

Lange Gespräche mit meiner Frau, viele schlaflose und durchwachte Nächte (danke Frau Schmidt und Konsorten) und Angebote aus England führten dann zu dem Entschluss, mein Lebenswerk zu verkaufen und anderswo, mit 50 Lebensjahren auf dem Buckel, noch mal neu anzufangen. Wo, war eigentlich egal, jedes Land besser als Deutschland, nur weg, solange es noch möglich ist, bevor die Grenzen für Ärzte dicht sind.

Nachdem die Entscheidung gefallen war, ging es eigentlich nur noch darum, wohin. Die Optionen waren England oder Australien. Durch Zufall während eines Dienstes in Norfolk fiel mir dann eine Anzeige aus Neuseeland in die Hände. Da gerade nichts los war, weit nach Mitternacht, habe ich kurzerhand eine Email mit CV und Bitte um mehr Info geschickt. Dieser Bitte wurde zu meiner Überraschung noch am selben Tag nachgekommen. Wir haben dann ein Telefoninterview geführt, weiter im Internet recherchiert und mehrere Interviews hinter uns gebracht. Wir waren sehr angetan von der hilfsbereiten und freundlichen Art der Kiwis und haben uns schließlich kurzerhand entschieden, hin zu fliegen, um uns die Sache mal vor Ort anzusehen. (Nein, dies wurde nicht aus der Kassenpraxis bezahlt, waren 2 Extra Wochenenden Dienst in Norfolk )

Eines schönen Märzen morgens um 5.30 Ortszeit sind wir in Auckland gelandet. Unser erstes Interview war für den nächsten Morgen angesetzt, danach waren mehrere Besuche in verschiedenen Städten und bei anderen Agencies geplant. Alles in allem in 2 Wochen 4 Agencies, ein Dutzend Praxen besichtet, ein paar Tausend Kilometer kreuz und quer durchs Land gefahren, dann nach Australien geflogen und bei Freunden dort ein wenig ausgespannt. Aber es war uns klar, wir kommen! Viele Diskussionen später blieben 2 Praxen übrig, Hawke's Bay und Invercargill. Ausschlaggebend für Hawke's Bay war dann eigentlich der familiäre Touch der Praxis und das Klima. (Auch die Weingüter der Gegend und die Flüsse zum Fliegenfischen kamen nicht ungelegen!)

Also zurück nach Bayern, den Partnern klargemacht, dass sie ohne mich zurechtkommen müssen, alles verkauft und in einem Container auf die Reise geschickt, One Way Ticket gekauft und los ging es.

Neuseeland., für vi ele ein Traum, aber hier arbeiten? Es war ein riesiger Unterschied zu Deutschland..

Der erste Tag war ein Montag, auch hier Grosskampftag aber eben doch anders. Erst mal eine Einführung gehabt, Computerprogramm erklärt bekommen, einen Zettel mit den "Fees" bekommen und eine Führung durch die Praxis. Alle Mitarbeiter und Kollegen haben sich vorgestellt, man hatte das Gefühl, in eine Familie aufgenommen zu werden. Am nächsten Tag dann die ersten Patienten, dank Erfahrung in England war dies aber kein großes Problem. Die erste große Überraschung, man wird hier als Arzt bezeichnet und mit Respekt behandelt. Der Umgangston ist freundlich, nicht fordernd aggressiv wie zuletzt in Deutschland (Wieso keine Massagen, die Kasse hat aber gesagt..) Ach ja, Kasse, die gibt es hier auch, in jeder Praxis, steht am Ausgang und ist bei Verlassen der Praxis zu füttern, vom Patienten natürlich. Es gibt keine KdÖ R, keine Krankenkasse, keinen MDK, keine sonstigen, überflüssigen Bürokraten, die alles und jede Aktion des Leistungserbringers hinterfragen, einfach nichts von diesem Schwachsinn, und die Leute leben doch!

Ja, es gibt Pauschalen hier, die Liste der Leistungen und die Kosten hängen aus, oder werden mit dem Patienten individuell vereinbart, z. B. bei Operationen, EKG oder anderen zusätzlichen Leistungen. Man kann sich auch zusätzlich privat versichern, um Wartezeiten zu verkürzen oder schneller zum Facharzt zu kommen, man muss aber nicht. Kosten für eine Private Zusatzversicherung? Für einen 40 jährigen halbwegs gesunden Erwachsenen ca. 30 - 35 Euro im Monat. Nach Alter auch hier ansteigend, aber erschwinglich. Wir haben für uns in Deutschland in jüngeren Jahren im Monat mehr bezahlt, als mancher Rentner hier im Jahr. Übrigens, die Basisversorgung ist hier in der Steuer erhalten. Maximale Steu erlast 39 %, inklusive Anteil für Rente. Hat man keine Zusatzversicherung, muss man eben, außer im Notfall, warten.

Es gibt auch negatives, nämlich die Wartezeiten auf Wahl OP's. Liegt am Mangel an Operateuren und am Mangel an Kapazität. Aber die Leute nehmen es gelassen. Nimmt man halt ein paar Voltaren und dann geht es schon. Auch weniger Medikamente gibt es, aber ob das ein Nachteil ist, weiß ich nicht. Braucht man 10 verschiedene CSE Hemmer oder reichen nicht auch zwei??

Gesundheitsvorsorge gibt es hier auch wesentlich mehr, ärztliche Vorschläge zur Lebensführung werden ernst genommen, es wird weniger geraucht, mehr Sport getrieben und einfach auch gesünder gegessen.

Man kann sich nicht vorstellen, welches Hochgefühl es ist, einem Patienten ohne Angst ein Rezept auszustellen, welch angenehmes Gespräch man mit ihm führt, um eine Therapie zu erklären DIE GUT IS T und nicht WANZ. Eine Operation und den dazugehörigen Preis zu besprechen, ohne sich für jeden Dollar rechtfertigen zu müssen. (die Kasse hat aber gesagt, sie können das "auf Kasse" machen!) Schlicht und ergreifend, hier wird fortschrittliche Medizin gemacht, und nicht Mangelverwaltung. Der einzige Mangel hier ist der Ärztemangel.

Bürokratie gibt es hier auch, allerdings nicht in dem Maße. Die einzigen Anfragen kommen von ACC (Accident Compensation Corporation), eine Art BG und von Versicherungsgesellschaften, hier aber mit einer Vergütung, davon konnte ich in Deutschland nicht mal träumen. Verwaltungsarbeit wird hier bezahlt, Punkt. Und zwar in Dollar, nicht in Punkten.

Noch ein kleines Bon Mot am Ende, wir hatten unsere Weihnachtsfeier letztes Wochenende. In Deutschland konnten wir mit knapper Not noch reduziert Weihnachtsgeld zahlen und eine Mini Feier organisieren. Hier begannen wir mit Erdbeeren un d Neuseeländischem Champagner in der Praxis, ein Bus brachte uns zu einem Zwischenstopp mit Getränken und Häppchen, dann ging es weiter zu einem Weingut, das zu diesem Zweck von uns gemietet wurde. Wir begannen mit einem kleinen Tanzkurs, im Anschluss 3 Gänge Menü, Getränke nach Wunsch, um Mitternacht ging es zurück. Dies war eine der schönsten Weihnachtsfeiern die ich je erlebt hatte. Selbstverständlich waren die Partner der Angestellten mit eingeladen, so dass wir etwa 60 Leute waren. Und genauso selbstverständlich ist so was steuerlich absetzbar und muss auch nicht von den Angestellten penibelst nachversteuert werden. Denn schließlich gibt man Geld aus, das anderen Geschäften zu Gute kommt, alles floriert und macht Gewinne, so kommt am Ende mehr Steuer heraus, als ein einzelner Betrieb sparen kann. Da scheint einer im Finanzministerium Hirn nicht nur zu haben, sondern auch zu benutzen. Welch erfrischende Erfahru ng.

Auf meine Frage nach Kosteneinsparung im Betrieb hatte unser Steuerberater eine Antwort parat, nach der ich beinahe vom Stuhl gefallen bin. Ich hatte vergessen, dass es so etwas noch gibt. Er sagte, der Aufwand, den wir treiben müssten, um ein paar Tausend Dollar im Jahr zu sparen, sei zu groß, die Zeit sollten wir lieber nutzen, um Patienten zu versorgen und unseren Umsatz und damit unseren Gewinn zu steigern! Jesus, we don't know how lucky we are!

Übrigens, wir planen gerade, unsere Praxis zu vergrößern, Finanzierungsaufwand ca. 4 Millionen Dollar, etwa 2 Millionen Euro. Finanzierungsgespräch mit Bank und Versicherung nach Vorlage unserer Unterlagen ca. 1 Stunde. Allerdings für die Genehmigung und Zusage benötigten wir etwa 2 Minuten, der Rest ging über Golf, Fischen, Jagen, Urlaub, Familie usw. drauf. Ich kann mich erinnern, dass es diese Zeiten in Deutschland für Ärzte auch mal g ab, muss in einer anderen Epoche gewesen sein.

Nun kommt sicher die Frage, ob ich zurück will. Die Antwort ist klar, wenn sich nichts am System ändert, NEVER, NO BL.Y WAY!.

Wer einmal die Freiheit kostet, dem schmeckt Sklaverei nicht mehr!

Es gibt ein paar Voraussetzungen, die mich zurück bringen würden:

  • Zusammenbruch des Systems und
  • Direktabrechnung mit leistungsgerechter Bezahlung und
  • KEINE E Card in welcher Form auch immer und
  • KEINE KV und
  • Freiheit in Therapie und Medikation ohne Regressangst und Budgets!

(Man wird ja noch Träume haben dürfen!)

Natürlich sammle ich hier die deutschen Auswanderer so langsam in unserer Praxis. Manche haben allerdings nach 20 Jahren noch nicht begriffen, dass es hier keine Sachleistungsmauschelei gibt. Es ist für euch alle in Deutschland noch ein lan ger Weg, der vor euch liegt. Aber ich wünsche euch allen Glück und vor allem den Atem, durch zu halten. Für diejenigen, die es können, HAUT AB, BEVOR ES ZU SPÄT IST!

Haere ra
(Maori for Good bye)
Dr. med. Michael Koch


1. Ludwigshafener Gesundheitstag

Ein voller Erfolg

RathauscenterCa. 30.000 Menschen sahen sich auf dem ersten, von GO-LU zusammen mit dem Verein Herzinfarkt Projekt e.V. organisierten Ludwigshafener Gesundheitstag im Rathaus Center am 08.11.2008 um. Unter dem Motto „Gesundheit aktiv leben“ hatten die Besucher Gelegenheit sich an 70 Ständen, darunter Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, pharmazeutische Unternehmen, Selbsthilfegruppen und städtische Einrichtungen umfassend über das Thema Gesundheit zu informieren.
Ein besonderer Schwerpunkt galt dem so genannten „metabolischen Syndrom“ (siehe unter "Wissenswertes"). Im Rahmen der Aktion „Ich mach´ mit!“ konnte sich der Interessierte an vielen Stationen unter anderem Bauchumfang, Blutdruck und Blutzucker messen lassen und anschließend an einer Verlosung teilnehmen.
Bei einer Vielzahl von gut besuchten Vorträgen im Ratssaal der Stadt Ludwigshafen informierten niedergelassene GO-LU Mediziner und Klinikärzte über die Themenblöcke Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Volkskrankheiten und Krebsvorsorge.
Im Anschluss wurden jeweils Fragen umfassend beantwortet und auf der zentralen RPR 1 Bühne die Vorträge noch einmal zusammengefasst. In einem bunten Potpourri wurden hier weitere interessante Themen in kurzen Interviews angesprochen.
Zu der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse kamen auch viele Familien mit Kindern um sich insbesondere über Präventionsmaßnahmen zu erkundigen.
Erfreulich auch, dass viele ausländische Mitbürger das Angebot wahrnahmen sich auch in ihrer Muttersprache informieren zu lassen. Dr. Kartal und Dr. Nayir sowie eine Vielzahl türkischer Arzthelferinnen an verschiedenen Ständen hatten alle Hände voll zu tun. Dr. Chorosis vom internationalen Kulturverein und der internationale Frauentreff waren ebenso vertreten wie die Migrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen.
Die Zusammenarbeit mit Center-Management und Stadt Ludwigshafen war ausgezeichnet, die Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer hervorragend und das Angebot der Aussteller vielseitig und kompetent. Alles in allem ein gelungener Tag und eine Bereicherung für Ludwigshafen.


Herzinsuffizienz - wenn das Herz schwach wird

Neuer Vertrag zur integrierten Versorgung mit BKK, IKK und LKK

Kaum eine Herz-Kreislauf-Erkrankung nimmt so rasant zu wie die Herzinsuffizienz. In Deutschland leiden derzeit etwa 1,5 Millionen Menschen an einer Herzmuskelschwäche. Meist tritt sie im höheren Alter auf: Etwa zehn Prozent der über 80-Jährigen sind betroffen.
Leidet ein Patient an Herzinsuffizienz, erfüllt das Herz seine Pumpenfunktion nur unzureichend, der Körper wird nicht mehr genügend
mit Sauerstoff und Blut versorgt.
Die Folgen: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche. Die
körperliche Belastbarkeit nimmt ab, selbst alltägliche Aktivitäten wie Treppensteigen fallen zunehmend schwer. Kurzatmigkeit wird zum ständigen Begleiter. Mögliche sichtbare Anzeichen sind Wasseransammlungen in den Beinen.
Die Gründe für eine Erkrankung sind vielfältig. Die Koronare Herzkrankheit, ein Herzinfarkt oder langjähriger Bluthochdruck gelten als Hauptursachen.
Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Herzklappenfehler sind weitere Auslöser.
Herzinsuffizienz ist eine chronische Krankheit, deren Fortschreiten sich nicht vollständig aufhalten, aber verzögern lässt. Hierfür gilt es
• erste Warnzeichen frühzeitig zu erkennen,
• eine kontinuierliche, qualitativ hochwertige medizinische Behandlung zu
erhalten sowie
• Therapiemaßnahmen konsequent einzuhalten und umzusetzen.

Wer kann teilnehmen?

An dem Vertrag „Optimierung der Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz“ der Gesundheitsorganisation Ludwigshafen und des Klinikums Ludwigshafen können alle Versicherten der vertraglich
angeschlossenen Betriebskrankenkassen (BKK), der IKK Südwest-Plus und der LKK Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland teilnehmen,
• bei denen mittels Ultraschalluntersuchung eine Herzschwäche
diagnostiziert wurde oder
• die bereits mindestens einmal wegen einer Herzinsuffizienz stationär
behandelt wurden.

Die Teilnahme an der integrierten Versorgung ist freiwillig und kostenlos. Der Patient erklärt seine Teilnahme schriftlich gegenüber dem Arzt, dem
Krankenhaus oder der Krankenkasse. Er kann sie jederzeit schriftlich widerrufen.

Vorteile auf einen Blick

• Effiziente, qualitativ hochwertige Versorgung von Patienten mit
chronischer Herzinsuffizienz
• Versorgung durch qualifizierte, vertraglich gebundene Ärzte
• Betreuung nach verbindlichen Behandlungspfaden und neuesten
medizinischen Erkenntnissen
• Höhere Lebensqualität durch Erhalt der körperlichen Belastbarkeit
• Vermeidung des Fortschreitens der Herzinsuffizienz
• Höhere Lebenserwartung
• Reduzierung nicht notwendiger Krankenhausaufenthalte
• Stärkeres Selbstmanagement durch
– begleitende Patientenschulung zu Früherkennung, Therapie,
individuellen Risiken und Selbstkontrolle
– persönliches Set mit Patientenpass, Waage und Tablettenspender für
mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung
– persönliche, individuelle Betreuung durch Pflegefachkräfte im
heimischen Umfeld
• Wirtschaftliche, effiziente Arznei- und Hilfsmittelversorgung
• Begleitung in Herzinsuffizienz-Sportgruppen
• Koordination von Reha-Maßnahmen


Ludwigshafener Gesundheitstag 2008

Das Programm finden Sie unter Downloads

Am Samstag, den 8. November 2008, findet im Rathaus-Center in Ludwigshafenvon 10:00 bis 20:00 Uhr der Ludwigshafener Gesundheitstag statt.
Das Ärztenetz Ludwigshafen eG (GO-LU) und der Verein Herzinfarkt-Projekt e.V. Ludwigshafen laden alle Bürger der Metropolregion herzlich ein.
Der große Gesundheitstag unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Eva Lohse, ist seit vielen Jahren ein Präventionsangebot für alle Interessierten. Die bisherigen Veranstaltungen im Pfalzbau bzw. BASF-Feierabendhaus haben mit zahlreichen Besuchern eine hohe Akzeptanz erlebt. Die Veranstalter rechnen, dass durch das vergrößerte Angebot in diesem Jahr und der Attraktivität des Veranstaltungsortes und des Programms die Besucherzahl noch übertroffen wird.
Der Patienten- und Gesundheitstag im Rathaus-Center, dem größten Einkaufszentrum der Stadt, bietet neben medizinischen Vorträgen Produkte und Dienstleistungen pharmazeutischer Unternehmen an. Die Ausstellung dient auch wieder traditionell den in Ludwigshafen ansässigen Selbsthilfegruppen, Kliniken, städtischen Einrichtungen, dem Gesundheitsamt und Apotheken als Plattform zur Darstellung ihrer Leistungen.
Geplant sind Vorträge und Interviews aus den Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gynäkologie, Hautschutz, Kinderheilkunde, Magen-Darm-Erkrankungen, Osteoporose und Urologie. In einer Ausstellung wird das GO-LU-Projekt zur Behandlung des „Metabolischen Syndroms“, vorgestellt, einer Stoffwechselerkrankung, die auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet wird.
Der Gesundheitstag 2008 verteilt sich auf die gesamte Fläche des Rathaus-Centers, auf den Stadtratssaal und die Foyers im 1. Obergeschoß. Das Konzept sieht vor, in den Ladenstraßen neben reinen Ausstellungsflächen auch Aktionsflächen zu installieren, an denen die Besucher Gelegenheit haben, an einem Gesundheitsquiz teilzunehmen. Sie werden an verschiedenen „Mess-Stationen“ durch das Rathaus Center geführt. Sie können dort an kleinen Gesundheits-Checks teilnehmen, wie Messung des Bauchumfangs, Gewicht, Größe, Blutdruck, Blutzucker, Herzinfarkt-Risiko-Berechnung, Cholesterin und anderes mehr
RPR1 wird auf der zentralen Bühne die gesamte Veranstaltung moderierend begleiten und zu den gesundheitsorientierten Aktionen, Präsentationen und Informationen animieren. Außerdem ist die RPR1.Charity mit einem Gewinnspiel zugunsten schwerstkranker Kinder vor Ort.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


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