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Leitbild

24.08.2009 - 11:30

Leitbild der GO-LU

Vision GO-LU 2013
Eine Vision geht immer über das hinaus, was konkret machbar und erreichbar erscheint. Aus dem richtig dosierten Quantum des unmöglich Erscheinenden entsteht die visionäre Kraft.Eine der mächtigsten Visionen des vorigen Jahrhunderts begann mit
„I have a dream“
In 2013 gibt es in GO-LU-Land ein zwischen den Ärzten abgestimmtes Angebot an ärztlichen Leistungen, das je nach Kostenträger eindeutig definiert ist und den Ärzten ein ihrer Aufgabe und Qualifikation angemessenes Einkommen ermöglicht.
Konkurrenz zwischen den Ärzten über die Preisgestaltung von Leistungen findet nicht statt.
Durch eine Abstimmung von medizinischen Inhalten, ein definiertes Schnittstellenmanagement und eine informationelle Vernetzung werden die Ressourcen optimal genutzt, präventive Effekte ausgenutzt und langfristig die Gesundheitskosten gesenkt.
Durch eine qualitätsorientierte Vergütung ist der Anreiz der Mengenausweitung ausgeschaltet.
Eine hochwertige, umfassende Versorgungsstruktur ermöglicht den Abbau der stationären Kapazitäten und eine Verlagerung dieser Vorhaltekosten in direkte gesundheitsbezogene Leistungen.
Der massive Ressourcenverlust an der Schnittstelle Krankenhaus/ambulante Versorgung ist in GO-LU-Landminimiert.
Die Ärzteschaft im GO-LU-Land trägt eine Mitverantwortung für die Ressourcen, in dem Wissen, dass Qualität im Gesundheitswesen bedeutet, für die vorhandenen Ressourcen möglichst viel Gesundheit zu schaffen. Dies ist ein populationsbasiertes Verständnis von Gesundheit und bezieht ein finanzielles Verantwortungsbewusstsein bei allen medizinischen Maßnahmen mit ein. Eine patientenzentrierte Versorgung sichert Versorgungsangebote für Bevölkerungsbereiche, die unter Einbeziehung ihrer psychosozialen Besonderheiten einer spezifischen Versorgung bedürfen, wie die älteren und alten Bevölkerungsanteile, die sozialen Randgruppen, Suchtkranke, sozial Schwache und die Gruppe der Patienten mit sozial gering kompensiertem Migrationshintergrund.
Dies alles macht GO-LU-Land zur attraktiven Region, was eine Wertsteigerung unserer Praxen bedeutet und die langfristige ärztliche Versorgung sicherstellt und einen regionalen Ärztemangel entgegenwirkt.
Im GO-LU-Land sind kommerziell ausgerichtete Anbieterketten von ärztlichen Leistungen im ambulanten Bereich ohne Bedeutung.
Die Aufnahme von Anbietern von Gesundheitsleistungen in das Kommunikations- und Versorgungsnetz in GO-LU-Land erfordert den Nachweis einer nachhaltig hohen Qualität im Sinne des Total quality management.
Die Vernetzung der Ärzte in GO-LU-Land ermöglicht den Nutzen von Synergieeffekten bei Prozessen, die nicht zu den ärztlichen Kernprozessen gehören: Verwaltung, Dokumentation, Abrechung, EDV, Beschaffung und Einkauf.
In GO-LU-Land sind auch die Expertennetze flächendeckend geknüpft und in die informationelle Vernetzung eingebunden. Ebenso sind nichtärztliche Professionen eingebunden wie Apotheken,nichtärztliche Therapeuten, Sozialstationen, Pflegeheime, und Sanitätshäuser, sofern sie die qualitativen Anforderungen von GO-LU erfüllen.
Die Mitglieder von GO-LU verfügen über ein Corporate Design und eine Corporate Identity.
Mission GO-LU
Die Mission beschreibt ein übergeordnetes, ideelles Ziel, sie ist der Ausdruck einerÜberzeugung, von inneren Werten. Der engagierte Träger einer Mission ist ein Missionar.
Das deutsche Gesundheitswesen ist seit vielen Jahren wiederkehrend Gegenstand von Reformen und Kostendämpfungsgesetzen. Sie hatten und haben zum Teil erhebliche negative Auswirkungen auf die Versorgung der Patienten und auf die Bedingungen der ärztlichen Berufsausübung.
Die politischen Versuche, das Gesundheitswesen zu regulieren und zu steuern, gehen von der falschen Vorstellung aus, dass Gesundheit allein durch den Arzt angeordnet oder hergestellt werden könne. Gesundheit und Gesundung ist aber ganz wesentlich vom Mitwirken des Patienten abhängig und so kann diese Begegnung nicht standardisiert erfolgen.
Gute Medizin ist kein Industrieprodukt, sondern eine individuelle Dienstleistung, deren Ergebnis maßgeblich von der Interaktion zwischen den beiden Akteuren Patient und Arzt bestimmt wird – basierend auf dem Vertrauen des Patienten in den Arzt sowie der Empathie des Arztes für den Patienten.
Deswegen ist derArztberuf ein freier Beruf und kein Gewerbe. Dieser steht für Eigenverantwortung, Unabhängigkeit, hoch qualifizierte Sachkunde und das Bekenntnis zu humanen Werten.
Diese Werte zu erhalten, ist die Mission der GO-LU.
Ärzte sind keine Kaufleute und Patienten sind keine Kunden, Gesundheit und Krankheit sind keine Waren und Wettbewerb und Marktwirtschaft sind keine Heilmittel zur Lösung der Probleme des Gesundheitswesens. Diagnose und Therapie dürfen nicht zum Geschäftsgegenstand werden.
Natürlich hat sich dieMaxime ärztlichen Handelns in den letzten beiden Dekaden grundlegend gewandelt. Stand früher das Wohl des Einzelnen im Mittelpunkt, ist es heute das Wohl der Gesellschaft: die Gesundheit des Einzelnen muss gesellschaftlich verantwortbar sein. Die maximale Gesundheit für den einzelnen kann sich die Gesellschaft nicht mehr leisten.
Es muss jedoch klar werden, dass diese Situation nicht von den Ärzten herbeigeführt wurde, und auch nicht von den Ärzten verantwortet werden muss.
Unter den Bedingungen der Mittelknappheit wird es für Ärztinnen und Ärzte immer schwieriger, ihrer Verantwortung für die Patientenversorgung gerecht zu werden, da sie gleichzeitig verschiedenen Rechtskreisen unterworfen sind: Nach dem Haftungsrecht werden sehr hohe Sorgfaltsstandards verlangt, die jedoch unter den Budgetbedingungen des Sozialrechts nicht eingehalten werden können. Sorgfaltsstandards stehen oft unvereinbar im Widerspruch zu Budgets und zur Rationierung.
Hier bedarf es eines Schulterschlusses der Ärzte, die sich gegen die Bevormundung und Ausbeutung durch die Kostenträger, die Schuldzuweisungen der Politik und die Geschäftspraktiken von Gesundheitskonzernen zur Wehr setzen müssen.
Dieser Schulterschluss ist die Mission der GO-LU.
Sie will dem Arzt ermöglichen, den Ethos des Arztes aus Überzeugung zum Wohle der Patienten weiter leben zu können, sie will weiter individuelle Zuwendung dem Jobverständnis und dem Massengeschäft entgegenstellen.
Die GO-LU glaubt an Selbststeuerung durch Eigenverantwortlichkeit in der Freiberuflichkeit.
Auftrag GO-LU
Einen Auftrag zu haben bedeutet, konkrete Handlungen zu planen und durchzuführen.
Der Auftrag der GO-LU als ärztliche Genossenschaft besteht in der Stärkung der Ärzte in Verhandlungspositionen, in der Akquisition zusätzlicher, lohnender Tätigkeitsfelder,in der Vermittlung günstiger Dienstleistungen und in einer Fortbildungstätigkeit, die frei ist von den Interessen Dritter.
Zu diesem Zweck hat die GO-LUein Portfolio von Angeboten, die alle gemeinsam haben, dass sie im Sinne einer hohen Qualität für alle zwischen den Interessen der verschiedenen Beteiligten vermitteln.
Sie alle dienen der Sicherung und Stärkung der Praxen, dem solidarischen Handeln in der Ärzteschaft und der möglichst sinnvollen, verantwortbaren Ressourcenallokation, die heute einen hohen Stellenwert in der Ethik ärztlichen Handelns einnimmt.
Portfolio GO-LU
Das Portfolio ist das Angebotsbuch der GO-LU. GO-LU finanziert ihre Angebote über:
  1. Minderung der Verdienstspanne von Zwischenhändlern
  2. Rückführung der Vorwegabzüge aus der Integrierten Versorgung
  3. Zusatzvergütung der Krankenkassen bei Zusatzleistung
  4. Prämien der Krankenkassen bei Vermeidung unnötig kostenverursachender Leistungen
  5. Zusatzvergütungbei zusätzlichen privatärztlichen Leistungen
Die Angebote der GO-LU sind:
v Koordinierung der ärztlichen Angebote
Ein Auftrag der GO-LU ist Vermeidung von Informationsverlusten an Schnittstellen. Vermeidung von Doppeluntersuchungen undvon unnötigen Untersuchungen.
Deswegen trägt sie Sorge für Koordinierung des Spezialistentums und des Zuweisungsverhaltens.
Dadurch kann die Ressource „ärztliche Arbeitskraft“ geschont werden. Dieses Ausscheiden aus dem Hamsterrad spart auch den Kostenträgern Geld, so dass die einzelne ärztliche Leistung höher vergütet werden kann.
Dies wird dargestellt durch von GO-LU Ärzten erarbeiteten elitlinienbasierten Behandlungspfaden, welche die regionalen Besonderheten in GO-LU-Land einbeziehen.
v Spezialisierung kassenärztlicher Tätigkeit
Die Steigerung der Qualität durch Spezialisierung ermöglicht eine Krankenhaus-ersetzende Behandlung. Das erspart den Kostenträgern Geld, das sie in die ambulante Versorgung einbringen können.
Konkret sind das die Angebote:
  1. ambulantes Operieren
  2. Brustschmerz
  3. diabetischer Fuß
  4. Herzinsuffizienz
  5. Depression
  6. Demenz
  7. Schmerztherapie
v Case-Management durch Früherkennung, Schnittstellendefinition, Dokumentation und Nachsorge
Konkret sind das die Angebote:
  1. Hilfsmittel: Wir zeigen Ihnen auf, wie Sie ihr Hilfmittelbudget einhalten können und dabei die Hilfsmittelversorgung durch quartalsweise Verordnung vereinfachen können und dafür noch eine Prämie der Kasse bekommen.
  2. Problempatienten: Wir zeigen auf, wie Sie bei Problempatienten zu einer besseren Versorgung kommen und dafür noch ein Prämie erhalten.
  3. Wundmanagement: Wir zeigen Ihnen auf, wie Sie ihre Wundpatienten besser, schneller und mit weniger Aufwand versorgen können und dafür noch eine Prämie der Kasse erhalten.
  4. Medikamentenversorgung: Wir zeigen Ihnen auf, wie Sie Ihr Arzneimittelbudget schonen, genossenschaftliche Pharmaunternehmen unterstützen und dabei noch ihre Interessensvertretung in der Region stärken können.
  5. Endoprothetische Versorgung Arthrose bedingter Gelenkveränderungen
  6. Demenz
  7. Diabetes
v Privatärztliche Angebote
IGeL-Angebote müssen sinnvoll, abgestimmt und hochwertig sein.
Konkret sind das die Angebote:
  1. Adipositas – „Herz-Kreislauf-Aktiv“
  2. IGeL-Broschüre
  3. Präventivmedizin in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungs-Zentrum Handwerk in Ludwigshafen
v Serviceangebote
Alle Angebote können auf der Homepage direkt angefordert werden. Konkret sind das die Angebote:
  1. Versicherungen: Wir sprechen einmal im Jahr jeden GO-LU-Arzt persönlich an, ob er einen Versicherungscheck benötigt und veranlassen diesen kostenfrei.
  2. Einkauf: Wir sprechen einmal im Jahr jeden GO-LU-Arzt an, und fragen, ob er mit seinem Einkauf zufrieden ist, oder ob er Alternativen wünscht, die wir dann aufzeigen
  3. Rechtsberatung: Jeder GO-LU-Arzt hat die Möglichkeit bei unserem Rechtsanwalt eine für ihn kostenfreie Kurzberatung einzuholen.
  4. Verhandlungskompetenz: Wenn Sie einen Vertrag planen, mit Kassen oder sonstigen Kostenträgern, wenn Sie ein MVZ oder eine größere Investition planen, bieten wir eine kostenfreie Unterstützung, in der wir mit Ihnen analysieren, wo Sie in der Verhandlung von Angeboten oder von der Kompetenz der GO-Lu profitieren können.
  5. Zertifizierung, QM: Wir bereiten eine alternative, kostengünstige, und an Inhalten orientierte Alternative zu den üblichen Zertifizierungen vor
  6. Informationelle Vernetzung, GUS-Box, EDV: Wir sprechen Sie einmal im Jahr auf die Situation Ihrer Praxis an, und zeigen Ihnen konkret Möglichkeiten wie Blankoformularbedruckung, Faxserver, günstigen Internetzugang, Flatrate und ähnliches auf.
  7. „Helferlein“: Igel-Programm, Präventions-Check-Programm. Vertrags-Programm: Wir bieten unsere „Helferlein“ , kleine einfache EDV-Programme, kostenlos an, sie könne Sie dann gegen geringes Entgelt auf Ihre Praxis anpassen lassen. Wir besuchen Sie einmal im Jahr und führen unsere „Helferlein“ vorl

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