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Wissenswertes

09.04.2009 - 14:08

Management des metabolischen Syndroms

Dr. med. Lutz Stemler

Unter dem metabolischen Syndrom („Stoffwechselsyndrom“) versteht man das gemeinsame Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, erhöhten Blutzuckerwerten (oder einer Zuckerkrankheit) und Bluthochdruck. Dieses „tödliche Quartett“ stellt, zusammen mit dem Zigarettenrauchen, die Risikofaktoren für die Entstehung der Arterienverkalkung (Arteriosklerose) dar. Komplikationen der Arteriosklerose sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zum Herzinfarkt oder Schlaganfall – unverändert die häufigsten Todesursachen in Deutschland und den westlichen Industrieländern.
Die Diagnose„metabolisches Syndrom“ ist leicht zu stellen – es genügt ein Maßband zur Bestimmung des Taillenumfangs, ein Blutdruckmessgerät und eine Blutuntersuchung durch den Arzt (1).
Trotzdem ist die Dunkelziffer hoch – man schätzt, dass ein Drittel der über Vierzigjährigen und fatalerweise bereits mehr als 5% der Kinder und Jugendlichen unter 18, mit steigender Tendenz, betroffen ist.
Das „metabolische Syndrom“ ist keine schicksalhafte Erkrankung. Ursache ist neben der erblichen Veranlagung unsere „moderne“ Lebenswelt, die durch Bewegungsmangel und zu fett-und kalorienreicher Ernährung geprägt ist – somit beeinflussbare Faktoren!
Ist bereits ein Bluthochdruck oder eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) eingetreten, entscheidet der Arzt ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist. Zu betonen ist, dass in jeder Phase, von der Vorbeugung des metabolischen Syndroms bis hin zur Therapie von Komplikationen im Sinne von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die körperliche Aktivität und die gesunde Ernährung die wichtigsten Säulen der Behandlung darstellen.
In medizinischen Studien wurde gezeigt, dass bereits eine Steigerung der Alltagsaktivität („raus aus dem Sessel“) einen gesundheitlichen Nutzen bringt. Bei sportlicher Betätigung mit einem zusätzlichen Kalorienverbrauch von 2500 kcal/Woche (das entspricht ungefähr 5x60 Minuten walking) ergibt sich sogar eine Tendenz zur Rückbildung der Arteriosklerose. Die wissenschaftlichen Analysen der Bewegungs- und Ernährungsprogramme zur Reduktion des Übergewichts und/ oder des metabolischen Syndroms machten deutlich, dass der nachhaltige Erfolg größer ist, wenn diese langfristig angelegt sind (mindestens 1 Jahr) und die Teilnehmer professionell begleitet werden von Ärzten, qualifizierten Übungsleitern/Sportlehrern, Ernährungsfachleuten und Psychologen/Coaches.
All diese Aspekte werden im Programm Herz-Kreislauf-Aktiv der GO-LU berücksichtigt.
(1)Definitionskriterien des metabolischen Syndroms (nach IDF, 2005):
1. zentrale, viszerale Adipositas: Taillenumfang
□ > 94 cm bei Männern; > 80 cm bei Frauen
2. zusätzlich mindestens 2 der folgenden Kriterien:
□ Nüchternblutzucker > 100 mg/dl
□ Triglyceride >150 mg/dl
□ HDL-Cholesterin <40 mg/dl bei Männern
< 50 mg/dl bei Frauen
□ Blutdruck >130 mmHg systolisch oder >85 mmHg diastolisch
[Oder jeweils antidiabetische /bzw.lipidsenkende/ bzw. antihypertensive Medikation]

26.03.2009 - 18:08

Zeitbombe Zucker

"Zeitbombe Zucker" - wir sagen dieser Volksseuche und den ernährungsbedingten Erkrankungen den Kampf an und wollen insbesondere die Versorgung der Bevölkerung im Raum Ludwigshafen verbessern durch Aufklärung, Schulung der Diabetiker, Förderung der ärztlichen Weiterbildung und Zusammenarbeit mit allen, die sich um Menschen mit Diabetes und ernährungsbedingten Erkrankungen kümmern.

Ernährung -Bewegung - Schulung - medikamentöse Therapie sind die Säulen der Diabetologie.

Interesse? Hier können Sie sich informieren:

Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Ludwigshafen ADL e.V.
Tel. 0621/5689827

http://www.adl-lu.de

Diabetesschule Ludwigshafen DSL e.V.
0621/55012128

http://www.diabetesschule.de


26.03.2009 - 18:06

Qualitätsmanagement in der Medizin

"Das Einzige, was noch stört, ist der Kunde" (Edgar D. Geoffroy)
"Das Butterbrot fällt immer auf die gebutterte Seite" (Murphys Gesetz Nr. 1)


Die Themen Qualität und Qualitätsmanagement rücken im Gesundheitswesen immer stärker in den Vordergrund. Mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 und 2003 wurden die Verpflichtungen für Ärzte präzisiert und angehoben: "Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistung verpflichtet." (SGB V § 135a)
Hinter diesen Formulierungen verbirgt sich das Verständnis des Total Quality Managements: stetige Verbesserung der Dienstleistungsqualität für die Patienten, mehr Mitarbeiterbezogenheit, mehr Arbeitszufriedenheit.

Im Sinne dieses zuerst in Japan verwirklichten Gedankens möchte der GO-LU Fachausschuss Qualitätsmanagement zur Qualitätsverbesserung innerhalb unseres Arztnetzes beitragen. Wir fördern den Aufbau von Qualitätssicherungssystemen in unseren Arztpraxen und möchten Hilfe bei der Erfüllung von gesetzlichen Vorgaben anbieten bei Qualitätskontrolle im Labor, bei der Übertragung von Blut und Blutprodukten und anderem.

Auch wir unterstellen unsere Ausschussarbeit den Richtgrößen zur ständigen Qualitätsverbesserung. Wir garantieren Ihnen als unsere Klienten und Patienten die notwendige Sicherheit für eine fachgerechte medizinische Betreuung.


26.03.2009 - 18:04

Die ambulante Operation, Ihr Vorteil beim niedergelassenen Chirurgen

Die sichere Durchführbarkeit ambulanter Operationen ist aus anderen Ländern an großen Patientenzahlen wissenschaftlich nachgewiesen und durch enorme medizinische Fortschritte bei der Durchführung schonender Narkose- und Operationstechniken möglich geworden. In England ist es z. B. eine echte Ausnahme, wenn ein Patient nach einer Leistenbruch-Operation oder einer Kniegelenksspiegelung stationär im Krankenhaus über nacht oder gar mehrere Tage lang nachbeobachtet wird. Da in unserem Gesundheitssystem das Geld immer knapper wird, hat der Gesetzgeber viele Eingriffe festgelegt, die vorwiegend ambulant durchgeführt werden müssen, z.B. Kniegelenksspiegelungen, Krampfaderoperationen, Leistenbruchoperationen, Metallentfernung nach Knochenbrüchen und viele mehr. Bis auf eine Ausnahme fördern alle Krankenkassen das ambulante Operieren, weil sie sich durch die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich Kosteneinsparungen bei gleicher Qualität und Sicherheit erhoffen. Vorreiter in der Region sind die Betriebs-, Innungs- und landwirtschaftlichen Krankenkassen.





Die Vorteile eines Eingriffs beim niedergelassenen Chirurgen sind vielfältig:

  • Sie kehren am gleichen Tag in ihre gewohnte häusliche Umgebung zurück. Das beschleunigt den Heilverlauf.
  • Sie wissen, wer Sie operiert, nämlich Ihr erfahrener niedergelassener Facharzt. Das schafft persönliche Nähe und Vertrauen.
  • die komplette Behandlung liegt in der Hand des Arztes, dem Sie vertrauen und der auch Sie gut kennt.
  • Sie sind nicht den gefährlichen Keimen im Krankenhaus ausgesetzt.
  • Es gibt aber auch Risiken zu beachten:
  • Sie fürchten sich vor einer ambulanten Operation, weil: „Das wurde doch immer schon im Krankenhaus gemacht“
  • wer hilft bei Komplikationen?
  • was ist bei starken Schmerzen?
  • Singlehaushalt ohne Betreuung
  • Wohnen im 4. Stock ohne Lift




Der Mensch ist kein Werkstück. Die Planung einer Operation muß nach ganz individuellen Gesichtspunkten erfolgen. Informieren Sie sich bei Ihrem niedergelassenen Haus- oder Facharzt und entscheiden Sie dann selbst.


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