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Projekte

24.03.2010 - 12:55

"GO-LU Qualitätspraxis" ©

Qualitätskriterien von GO-LU-Praxen selbst in „Panelsitzungen“ entwickelt – 33 Praxen nehmen an erster Phase teil

Das Ziel des Verfahrens, das durch seine Prägnanz und seine Kürze besticht, besteht darin, Vernetzung und Kooperation unter den Ludwigshafener GO-LU-Ärzten zu stärken, und dabei die Qualität der geleisteten Arbeit so transparent zu machen, dass eine aufwändige externe Zertifizierung nicht mehr erforderlich ist.
Das neue Gütesiegel „GO-LU-Qualitätspraxis“ besteht aus drei Komponenten, eine davon, die in Deutschland noch sehr wenig bekannte, international aber bereits eingesetzte „Internationale Maturity Matrix IMM“ steht dabei für die neuen, innovativen Denkansätze, die dem Gütesiegel zu Grunde liegen. Kernpunkt der IMM ist eine Selbstbewertungssitzung, in der das ganze Praxisteam einvernehmlich einen Konsens über den Standpunkt der Praxis in Bezug auf 7 Qualitätsmerkmale findet. Diese Sitzung wird von einem ausgebildeten IMM-Moderator geleitet, die Ergebnisse werden anschließend mit einer internationalen Datenbank abgeglichen und somit ein internationales Ranking der Praxis durchgeführt, ein sog. Benchmarking. In einer zweiten Sitzung werden die Benchmarking-Ergebnisse vorgestellt und Verbesserungsansätze diskutiert. Das hat, so die international wissenschaftlich evaluierte Erfahrung, erstaunliche Effekte: in der Regel erlebt ein Praxisteam dieses Verfahren als entscheidendes, positives Ereignis und ist in der Lage, Verbesserungsmöglichkeiten zu benennen, zu planen und umzusetzen. Und das bei gerade zwei Sitzungen von 60-90 Minuten!
Die zweite Komponente des Siegels besteht darin, sicherzustellen, dass gesetzliche Bestimmungen aus Arbeitsschutz, Hygiene und aus der Med-GV eingehalten werden. Einerseits ein alter Hut, mit dem sich Praxen, die schon QM eingeführt haben oder gar bereits eine Zertifizierung hinter sich gebracht haben, sehr leicht tun werden. Innovativ und aufregend dabei ist, dass die Einhaltung dieser Vorgaben durch ein „Peer-Review-Verfahren“ sichergestellt werden soll, so hat es das Panel aus GO-LU-Praxen entscheiden: Die beteiligten Praxen besuchen sich gegenseitig und stellen sich gegenseitig in der Umsetzung dieser Vorgaben vor. So soll sichergestellt werden, dass nicht irgendwelche Aufsichtsbehörden, Gewerbeaufsichtsämter, Eichbehörden oder sonstige externe Aufseher etwas finden, was der Praxis schaden könnte.
Die dritte Komponente besteht darin, dass sich die Praxen dazu bekennen, mit anderen Praxen kooperativ, kommunikativ vernetzt und in hohem Maße kollegial zusammenzuarbeiten. Keine Konkurrenz mehr durch Dumping-Preise bei IGeL-Angeboten, abgestimmtes Vorgehen in kritischen Fällen, Steigerung der Produktivität durch gemeinsames Nutzen von Ressourcen soll den Arbeitseinsatz optimieren und unproduktiven Aufwand vermindern. Das sind die vom Panel so genannten GO-LU-Kriterien, das sind Kriterien, die die Vernetzung, die Kommunikation und die Solidarität im Netz betreffen.
Und wozu das Ganze?
Einerseits ist natürlich an die Außenwirkung gedacht: es wird in Zukunft so sein, dass Krankenkassen Praxen suchen, die ihre Qualität in irgendeiner Weise nachgewiesen haben, also ein Zertifikat haben, auch wenn das nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Wenn nun ein GO-LU-Qualitätszertifikat besteht, mit Einbindung eines international validierten Verfahrens wie der „Internationalen Maturity Matrix“ IMM, kann erwartet werden, dass die Inhaber dieses Zertifikats auf aufwändige Zertifizierungen etwa nach DIN ISO verzichten können.
Andererseits soll das Zertifikat ein Zusammenrücken der Ärzte, ein Ende der kommunikativen Isolation, in der sich viele befinden, bewirken: besser Rücken an Rücken kämpfen als mit dem Rücken zur Wand! Vieles kann durch Solidarität, Absprache und Austausch leichter werden, vieles kann lohnender werden! Der Zusammenschluss von Vielen, die Vernetzung, ist immer stabiler und stärker als die reine Summe der Einzelnen!
Und wie soll das konkret aussehen?
Die erste Welle der Zertifikate soll im ersten Quartal 2010 erteilt werden. Die Auftakt- und Informationsveranstaltung dazu findet am 9. Dezember 2009 statt. Hierbei, oder auch jederzeit vorher, können sich interessierte Praxen bei der GO-LU melden. Teilnehmen kann jede interessierte Praxis, Voraussetzung bestehen keine! Praxen ohne QM-Erfahrung haben das IMM-Verfahren als einfachen, aber intensiven Einstieg in QM erlebt, Praxen mit bereits viel QM-Erfahrung oder gar Zertifikat haben das Verfahren international als zusätzliche Bereicherung erlebt.
Für dieses Siegel entstehen minimale Kosten aus der Nutzung der internationalen Vergleichsdatenbank der IMM.
Melden Sie sich an, je mehr teilnehmen, desto stärker wird das Siegel!
Wir danken an dieser Stelle Frau Dr. Christine Kuch, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dieses internationale Verfahren an die Bedingungen des deutschen Gesundheitswesens anzupassen und die dieses Verfahren auch bei der KBV bekannt gemacht hat (die KBV hat die Durchführung der IMM Pilotstudie in Deutschland finanziell unterstützt). Sie begleitet die Einführung der IMM in die spezielle Umgebung der GO-LU und wird die IMM in der Informationsveranstaltung vorstellen. Daneben erhalten Sie auf der Informationsveranstaltung auch alle weiteren relevanten Informationen zu Inhalten und Vergabe des Gütesiegels „GO-LU-Qualitätspraxis“.
Dr. Christof Heun-Letsch
Mitglied des Vorstandes


08.02.2010 - 10:24

"GO-LU mental"

Projekt zum Aufbau eines Demenzregisters, Einstieg in die Versorgungsforschung

Demenzen gehören zu den großen Herausforderungen unseres Gesundheitswesens, insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, die dieses Problem weiter verschärft. Ein modernes Gesundheitswesen braucht deshalb ein Monitoring der wichtigsten Krankheitsgruppen. Nur aufgrund genauer Zahlen können Bedarfe erkannt und Prioritäten ermittelt werden. Ein solches Monitoring schließt Häufigkeiten, die wichtigsten Risikofaktoren aber auch die Behandlungsqualitäten und Folgekosten der entsprechenden Krankheitsgruppen ein. Für Demenz-Erkrankungen sind entsprechende Informationen bisher nur Lückenhaft vorhanden.
Weitere Studien und Basis-Daten in einer Demenz-Datenbank für wissenschaftliche Auswertungen sowie für valide Aussagen im Bereich Demenz werden dringend benötigt.
GO-LU hat unter der Leitung von Dr. Christof Heun-Letsch auf der internistisch-hausärztlichen Seite und Dr. Razvan Klenk auf der psychiatrisch-fachärztlichen Seite ein Forschungsprojekt in diesem Bereich aufgesetzt, mit dem neue Erkenntnisse über Häufigkeit von Demenzerkrankungen und deren Therapie gewonnen werden sollen.
Im Projekt „GO-LU mental“ sollen unter anderem folgende Daten hierzu erhoben werden:
  • Demenzformen
  • Häufigkeit erkannter und unerkannter Demenzen
  • Betreuende Facharztgruppen
  • Angewandte Therapieformen
  • Art und Dauer der Medikation
  • regionalen Unterschiede
Auch sollen Angebot und Nachfrage sowie Nutzen der vorhandenen Sozialleistungen und Beratungsangebote ermittelt werden
Folgende Schritte sind geplant
Ø Aufbau einer Demenzdatenbank
Ø Einrichtung einer Demenz Beratungs- und Koordinationsstelle bei der GO-LU
Ø Schnittstelle zwischen Hausärzten, Fachärzten, Pflegeeinrichtungen und Angehörigen
Für die Demenzdatenbank hat sich GO-LU zum Ziel gesetzt, Daten von ca. 800 Patientinnen und Patienten zu erheben, bei denen ein Verdacht auf oder die Diagnose Demenz vorliegt. Die Erhebung der Daten erfolgt mittels eines Fragebogens, der in aller Regel von dem Patienten selbst, teilweise mit Hilfestellung durch eine Mitarbeiterin von GO-LU oder einer medizinischen Fachangestellten ausgefüllt werden kann.
Dieser Fragebogen enthält unter anderem Daten zu Befindlichkeitsstörungen, Lebensumstände, Behandlung, Medikation, Ko-Morbiditäten, Familienanamnese sowie Ergebnissen von Demenz-Tests (Mini-Mental-Status-Test).
Die Generierung von Patienten, die an der Studie teilnehmen wollen erfolgt zu einen über GO-LU Praxen zum anderen im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit durch Bekanntmachung der Studie in Tageszeitungen und Hörfunk.
Die erhobenen Daten werden in eine eigens für dieses Projekt entwickelte elektronische Datenbank eingegeben und so die Auswertung erleichtert.
Die Koordinierungs- und Beratungsfunktion von GO-LU soll sich einerseits erstrecken auf die Koordinierung zeitnaher Facharzttermine, was als zusätzlicher Service verstanden werden soll, der die Arbeit in den Praxen erleichtern hilft.
Die Beratung von Patienten und deren Angehörige zum Thema Demenz wird ein weiteres Angebot von GO-LU sein. Diese Beratung soll jedoch nicht die vielfältigen Beratungsstellen von Kommunen, Pflegeeinrichtungen und Selbsthilfegruppen ersetzen oder ergänzen, es wird auch hier vielmehr eine Koordinierungsfunktion sein, den Betroffenen die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, welche die oben genannten Institutionen in Stadt und Land in erfahrener und qualitativ hochwertiger Art und Weise erfüllen.
Das Projekt ist zunächst befristet auf ein Jahr.
Mit dieser Studie beschreitet GO-LU als eines von wenigen Ärztenetze in Deutschland erstmals den Weg hin zu Versorgungsforschung.

23.04.2009 - 10:00

Herz-Kreislauf-Aktiv

12 Monate, die Ihrer Gesundheit gut tun

Ihr Wohlbefinden ist uns ein Anliegen -

aus medizinischer und menschlicher Sicht!

Aus diesem Grund haben wir "Herz-Kreislauf-Aktiv" für unsere Patienten entwickelt. Sie bietet Ihnen Schritt für Schritt einen Einblick in gesundheitsfördernde Lebensweisen und begleitet Sie über ein Jahr bei der Umsetzung in den Alltag.

Was gehört dazu?

- Umfassende körperliche Untersuchung plus Fitnesscheck

- 8 Schulungen zum Erhalt der Lebensqualität

  • Ernährungsberatung und -begleitung
  • Blutdruckeinstellung
  • Unterstützung durch Psychologen und Verhaltensmediziner
  • Raucherentwöhnung nach Bedarf

- 50 x Fitnessprogramm: Mehr Spaß an Bewegung

- Kontroll-Check nach 6 Monaten

- Abschlussuntersuchung nach 12 Monaten

Auf diese Weise können Sie einen verbesserten Allgemeinzustand erreichen, die Blutwerte senken und Ihr Gewicht reduzieren.

Erfahren Sie in speziellen Schulungen mehr zu Ernährung und gezieltem Bewegungstraining - selbstverständlich nach den neuesten medizinischen und therapeutischen Erkenntnissen.

Das Programm setzt eine Eingangsuntersuchung bei Ihrem Arzt voraus. Dabei stellt der Arzt fest, ob Sie die erforderlichen gesundheitlichen Kriterien erfüllen.

Die Eingangsuntersuchnung sowie die Teilnahme an dem Programm fallen unter Selbstzahler-Leistungen. Insgesamt entstehen Kosten von 900 Euro, die in vier Raten zu je 225 Euro bezahlt werden können. Sollten Sie die erforderlichen Kriterien nicht erfüllen, ist ein entsprechender Bertrag für die Eingangsuntersucheung mit dem Arzt abzurechnen.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Krankenkasse bereits im Vorfeld auf eine Kostenbeteiligung anzusprechen.

Für die Teilnahme müssen Ihr Taillenumfang > 80 cm (Frauen) oder >94 cm (Männer) sein und zusätzlich mindestens zwei der nachfolgenden Kriterien erfüllt sein: Nüchtern-Blutzucker > 100 mg/dl, Fettstoffwechselstörung, erhöhter Blutdruck oder eine bereits bestehende medikamentöse Behandlung.


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